Grünes.
Solange der Central Park nicht besichtigt wurde, hatte jede kleine
grüne Ecke New Yorks eine verstärkte Wirkung auf mich.
Die Bäume, wie uns ein Reiseführer mitteilte, werden in
New York alle fünf Jahre mit höchster Genauigkeit vollständig
gezählt. Die Einwohnerzählung passiert allerdings alle
zehn Jahre und über die Genauigkeit ist keine Rede dabei. |
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Bei absolutem Mangel der freien Bodenfläche
in Manhattan werden kleine hängende Gärten auf den Zwischenterrassen
der Hochhäuser gebaut, natürlich falls es nicht zu schade
ist, ein paar Quadratmeter zu ”verschwenden”. Mr. Trump
ließ auf seinem Tower so einen Minigarten einrichten. |
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Das nette Höfchen der NY Public
Library – der s.g. Bryant Park - ist eine idyllische grüne
Bühne mit dem prachtvollen Bibliothekgebäude, das eine wunderschöne
Kulisse bildet. Nicht nur den Bücherwürmern dient dieser
kleine Hof: 1854 lief hier eine Weltausstellung. Jetzt dürfen
die ermüdeten und nach Ruhe suchenden Passanten sich auf einem
Gartenstuhl oder direkt auf der Wiese erholen. |
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Nun nähern wir uns langsam dem
Central Park, dessen Fläche größer ist, als die des
Fürstentums Monaco. Um das große runde Wasserreservoir
herum sind mehrere parallele Wege angelegt, worauf sich entweder Fußgänger
oder Läufer und Radfahrer nur in einer Richtung bewegen dürfen.
Ausgeschlossen sind die Hundebesitzer, für die etwas weiter weg
extra Wege angelegt sind. Von den Fußgängerwegen öffnen
sich tolle Blicke auf die nobelsten (Wohn-)Gegenden Manhattans –
Upper East und West Side. |
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Nicht weniger schön, als der Spazierganz
um das Wasserreservoire, war unser Aufstieg auf einen Felsen zum Schloss
Belvedere. Die kleine nachgebaute Ritterburg steht direkt am Belvedere
See, der gleichzeitig als Schildkrötenteich dient. Neben dem
Schloss zeigt sich die Felsenstruktur der ganzen Insel Manhattan sehr
deutlich. |
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Falls die 92 Kilometer der Parkwege
einem zu lang sind, kann er ein Boot leihen und den schönen gewundenen
See namens Lake im Sitzen abfahren. |
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Als zweite grüne Lunge New Yorks
würde ich den Brooklyner Botanischen Garten bezeichnen. Bei unserem
Besuch waren die japanischen Kirschbäume bereits verblüht,
aber eine riesige Portion ästhetischen Genusses gaben uns nette
Hügelchen, eine Bonsai-Orangerie, ein idyllischer Teich mit einem
Teehäuschen sowie einige Rosengalerien. |
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Im Teich neben dem Rosengarten blühen
wunderschöne Seerosen. |
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... und Magnolien (?) zeigen sich
in ihrer Blühzeit.
Für Leute mit eingeschränkter Sehfähigkeit gibt
es im Botanischen Garten einen netten Minigarten, wo man Blumen
am Geruch erkennen kann. Zur Prüfung gibt es überall spezielle
Tafelchen mit Blindenschrift. |
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Nun kehren wir zurück nach Manhattan
und suchen nach weiteren grünen Ecken. Der mit Touristen, Geschäftsleuten
und Eichhörnchen überfüllte Madisson Square Garden,
von wo das ”Bügeleisengebäude” gut zu sehen
ist. Der winzige City Hall Garden mit lunchenden Wall Street Börsianern.
Der Washington Square - ein Magnet für Schwarze und alte Schachspieler.
Das Bücherwurm-Zentrum Bryant Park. Der von Touristen und Souvenirverkäufern
überfüllte Battery Park mit seinen Kriegsmemorials... Neben
all diesen in jedem Reiseführer benannten Parkanlagen gibt es
in Manhattan noch einen sehr netten grünen Streifen – Battery
Park City, der die Insel von Südwesten umarmt. Trotz seiner engen
Breite scheint dieser Teil der modernen sympathischen Wohngegend durch
die unmittelbare Nähe zum Wasser sehr groß. Von einer Seite
Hudson River mit dem Blick auf New Jersey und von der anderen Seite
die Skyline des World Financial Centers hinter den schönen nicht
überdimensionalen Wohnhäusern – das sind nette Kulissen
während eines Spazierganges durch Battery Park City. Frische
Ozeanluft und Mangel an oberirdischem Verkehr geben eine Illusion
eines Urlaubs im Urlaub :). |
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Noch ein Paradies, diesmal mit einer
europäischen mittelalterlichen Kulisse – der Kreuzgang-Komplex
The Cloisters. Obwohl sich die Anlage immerhin auf Manhattan befindet,
braucht man zwei Stunden Metrofahrt (und auch noch über Harlem),
um sie aus Brooklyn heraus zu erreichen. Mit dem Auto haben wir allerdings
nicht weniger gebraucht wegen der Staus.
Originalteile der europäischen Klöster aus dem 12-15 Jh.
wurden in den 1930er Jahren nach New York gebracht und sind mit vielen
Zusatzanbauten eine Filiale des Metropolitan Museum of Art geworden.
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In den romanischen und gotischen Kapellen
dienen Gräber und Buntglasfenster fürs authentische Bild
des europäischen Mittelalters. Hochwertige Gobelins und dekorative
Skulpturen schmücken Wände und Nischen der Kreuzgänge.
In den Höfen sind gemütliche (botanische) Gärten angelegt,
die äußerst außergewöhnliche Pflanzenexemplare
enthalten. |
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Nun etwas über die New Yorker
Fauna. Ein Bewohner des Schildkrötenteichs im Central Park ist
zwar nicht ganz typisch für diese Gegend, aber dafür langsam
genug, um ins Bild zu kommen, im Gegensatz zu den hektischen, aber
niedlichen grauen Eichhörnchen, deren Massen die Stadt füllen.
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Vor unseren Augen ist ein Eichhörnchen
sogar auf die Schulter eines Chinesen gesprungen, der ohne Bedenken
auf einer Bank in Madisson Park seinen Lunch as. Ein einziges scharf
gewordenes Eichhörnchen-Exemplar ist mir im Museum of Natural
History in Washington gelungen. :) |
Verschiedenes. |
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Wir sind auf der Brooklyn Heights Promenade.
Unter uns ist der laute und „vibrierende“ Highway (nicht
gerade ruhig und „stativfreundlich“), hinter unserem Rücken
sind Luxushäuser aus Backstein mit hohen Decken, noble Straßencafés
mit europäischem Flair und vor uns das immer wieder anziehende
Panorama der Südspitze Manhattans. Außergewöhnlich
wenig Passanten, angenehm frischer Nachtwind, lange trotz des Lärms
und der Vibrationen des Highways genussvolle Versuche, das ganze Panorama
inklusive der Brooklyn Bridge zu fotografieren – das alles hat
den Spaziergang unvergesslich schön gemacht! |
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Nachts, besonders nach dem Regen haben
die Fotos in der Regel mehr Wirkung. Das musikalisch-kulturelle Lincoln
Center entstand um 1960, was an dem Design-Beispiel der Metropolitan
Opera erkennbar ist. |
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Ein kleines Stück der Ufer im
Südosten Manhattans mit alten Piers, historischen Segelschiffen
und dem Hafenmuseum nennt sich The South Street Seaport. Bis Mitte
des 19. Jh. wirbelte hier zwischen den Piers und an den Kopfsteinpflasterstraßen
das typische Hafenleben. Lässt man die Wolkenkratzer im Hintergrund
außer Betracht, kann man auch jetzt diesen Stadtteil für
den kleinen Hamburger Hafen halten. |
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Die grüne Kulisse des Battery
Park City Ufers haben wir schon gesehen. Nun werfen wir mal von da
aus einen Blick ins Wasser in Richtung New Jersey. |
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Im Battery Park, gut passend zu den
restlichen Memorials, steht seit kurzem als Erinnerung an den 11.
September diese halbzerstörte Stahlkugel, die damals unmittelbar
vor dem WTC einen Brunnen schmückte. |
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Eine andere eher unscheinbare Kugel
weckte meine Aufmerksamkeit auf der Brooklyn Bridge. Solche kleine
Eisennieten gibt es hunderte auf der alten Brücke. |
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Außer Kugeln sind auch andere
geometrische Formen in der Stadt vertreten, wie geschliffene Säulen,
in Nationalfarben authentisch gehalten. Wir sind in Little Italy.
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Ob eine perfekte Geometrie der Geraden
und primären Formen oder ein weiches und breites Landschaftsbild
der Long Island, bietet New York mit seiner Umgebung alles! |