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Die Brooklyn Bridge –die älteste
Stahlhängebrücke der Welt – wirkt beeindruckend nicht
nur durch ihre neogotische spinnennetzartige Konstruktion, sondern
auch durch ihre spannende Baugeschichte. Der Thüringer Johann
August Röbling starb bei einem Arbeitsunfall zwei Jahre nach
der Zeichnung dieser Brücke. Sein Sohn Washington führte
die Arbeiten fort, bis er drei Jahre später Opfer einer Taucherkrankheit
wurde, als er einen Senkkasten ohne Druckausgleich zu schnell verließ.
Teilgelähmt verfolgte Washington Röbling die Arbeiten an
der Brücke aus dem Fenster seines Hauses, während seine
Frau Emily die Bauarbeiten 11 Jahre lang geleitet hat. |
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Die obere Ebene der Brooklyn Bridge
war von Anfang an für Fußgänger geplant und ist so
geblieben. Nun teilen sich Fußgänger den Holzweg mit Joggern
und Radfahrern. Die Konzentration der Radfahrer auf der Brooklyn Bridge
würde ich als höchste in der ganzen Stadt bezeichnen. Etwa
eine Stunde dauerte unser Übergang von Manhattan nach Brooklyn
über die Brücke. Ein wahnsinniger Lärm sowie ein leichtes
Schwindelgefühl vom Schnellverkehr, der durch die Leerräume
zwischen den Holzbalken wunderbar zu sehen ist, kompensierten die
eindrucksvollen Aussichten auf die Brooklyn Heights, die Manhattan
Skyline und den South Street Seaport. |
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Viele Touristen sind nur bis zur Mitte
der Brücke gelaufen und dann zurückgekehrt. Dadurch verpassten
sie eine nette Aussicht auf die Manhattan Bridge und auf die kleine
grüne Oase der Brooklyner Seite des East River. |
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Eine andere hängende Konstruktion
- die George Washington Bridge – verbindet den Nordteil Manhattans
mit New Jersey. Während meiner Fotosession merkte ich deutlich,
wie der typische Lärm dieser 14-spurigen (!) Brücke durch
das Brüllen einer Schnellbootregatta kräftig überschallt
wurde. Der für einen europäischen Mittelstädter lästige
New-Yorker Lärm ist ein ständiger Begleiter in der Metropole
– wenn nicht auf den Straßen, dann auf dem Wasser oder
am Himmel. In einer Stadt, die nie schläft, ist es wohl zu erwarten
und trotzdem ungewöhnlich. Am Anfang fehlten mir und meiner Kamera
ruhige grüne Ecken möglichst mit einem Himmelblick. :) |
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Drei Brücken zwischen Brooklyn
und Manhattan: die Brooklyn-, Manhattan- und fast am Horizont die
Williamsburg Bridge. |
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Beim Reinfahren von Bronx nach Manhattan
lässt sich die Menge von den sichtbaren Brücken nicht aufzählen.
Die dreizehnbogige Konstruktion direkt vor uns ist die High Bridge.
Diese älteste Brücke Manhattans, die im 19. Jh. als Aquädukt
diente, ist heute nur Fußgängern vorbehalten. |
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Erst aus der Ferne betrachtet, wirkt
die zackige Wolkenkratzer-Silhouette zusammen mit Wolken besonders
schön. Von der Brooklyn Bridge schauen wir auf die Skyline von
Manhattan. |
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Noch spektakulärer und „im
3D-Format“ sehen die Mid- und Downtown-Silhouetten vom 86. Stock
des Empire State Buildings aus. |
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Sogar das diesige Wetter hat mein Rendezvous
mit dem Lieblingsgebäude, dem Klassiker aller Wolkenkratzer -
Chrysler Building, nicht überschattet. Im Makromodus werden wir
den natürlich noch sehen. :) |
| So eine Stadt von oben
zu betrachten umfasst in sich sowohl das gedankliche Schweben über
den riesigen bunten Big Apple als auch die überraschende Entdeckung
interessanter Details von der anderen Perspektive. Wie Modellchen
bewegen sich wie die Ameisen die Yellow Cabs in den Streets und Avenues.
Auf vielen Dächern, die gerade nicht mit Hubschrauberlandeplätze,
Penthouses, Kübelpflanzen und Pools geschmückt sind, stehen
dampfend riesige Wasserreservoirs und Ventilatoren. Ein hübsches
Gebäude mit dem grünen Renaissancedach ähnelte einem
Teil des Pariser Louvre in Miniatur. Die prachtvolle Pyramide auf
der Spitze der New York Life Company glänzte durch ihre Vergoldung.
Das niedliche Flatiron Gebäude erinnerte tatsächlich an
ein Bügeleisen und das akkurate Rechteck des Central Parks brachte
ein sattes Grün in den im Großen und Ganzen braungrauen
Grundton. |
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Es ist mir teilweise sogar gelungen,
einige Häuser auch in unmittelbarer Nähe vom Boden aus gesehen
zu schätzen (wenn nicht direkt im freien Blick, dann gespiegelt
in den Nebenhäusern). Das Sony Building wurde ursprünglich
für AT&T in den 1980er Jahre gebaut, als es dem Dollar nicht
so gut ging und das Motto lautete: „nicht größer,
sondern hübscher“. |
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Und hier im Dorf (New Yorker lassen
im Viertelnamen Greenwich Village das erste Wort weg) ist die Vielfalt
der Farben und geometrischen Formen deutlich zu erkennen. Außerdem
sehen wir hier zwei unabdingbare New Yorker Details: eiserne Feuerleiter
und weißer Dampfwirbel. |
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Eine kahle Komposition in Downtown
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... und ein Renaissancegitter in Little
Italy. |
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Nun betrachten wir mal wieder die Details
der Riesen. Das neogotisch dekorierte Woolworth Building nennt man
Mozart zwischen den Wolkenkratzern. |
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Diese runde Ecke fand ich irgendwie
glamourös. |
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Und diese Spitze hat etwas Futuristisches
an sich. |
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Nun zu meinem Favorit. 1930 hat die
wunderbare Art-déco-Spitze des Chrysler Buildings auf einer
Höhe von 319 Metern die Wolken „durchstochen“. Ein
Jahr lang war das Gebäude der größte Wolkenkratzer
der Stadt, bis das Empire State Building den ersten Platz eingenommen
hat. Die wunderschöne Kombination aus den Stahlbögen und
den Dreieckfenstern wirkt wie ein Magnet, bei jedem Wetter und aus
den verschiedenen Perspektiven. Hier ein „gezoomter“ Blick
vom Empire State Building. |
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Wie harmonisch wirkt die elegante Spitze
des Chrysler Buildings, so furchterregend finde ich die Wasserspeier
unter der Spitze und den monumentalen ”Körper” des
ganzen Gebäudes an sich. Wikipedia sagt, dass die Wasserspeier
in Form von Kotflügeln und anderen Autoteilen gefertigt wurden
(ist schließlich für Chrysler gebaut), jedoch erkenne ich
hier nur Monster-Adler. :) |
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Noch ein Lieblingswolkenkratzer der
selben 1930er Generation, besser gesagt – der erste Wolkenkratzer
New Yorks: das Flatiron Building. Die Ecke an der spitzwinkligen Kreuzung
5th Avenue mit dem Broadway hat dieses 20stöckige dekorative
Bügeleisen sehr passend gefüllt. |
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Endlose Spiegelungen, Brechungen, Kombinationen
alter und neuer Stile, Gefälle, Wandwasserfälle, scheinbare
Perspektiven machen die Streets und Avenues besonders charmant. Wenn
an diesem Spiel des Auges und der Einbildung noch der Himmel und die
Sonne teilnehmen, wird der Genuss beim Fotospaziergang einfach unermesslich! |
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