Fotoalbum "St. Petersburg 1/4:
Sehenswürdigkeiten, Vyborg (29.08-15.09.2004)"

Unseren wie immer inhaltsvollen Urlaub in der Heimatstadt fangen wir mit einem traditionellen Spaziergang an.

Unter dem Triumphbogen des Generalstabs (Architekt Rossi) kommen wir vom Newski Prospekt auf den Schlossplatz zum Winterpalast (Eremitage).
Die Mitte des Schlossplatzes schmückt die Alexandersäule (Architekt Montferrand) zu Ehren des Sieges Alexanders über Napoleon im Jahre 1814. Die 700 Tonnen schwere und 47 Meter hohe Säule steht einfach durch ihr Eigengewicht. Im Hintergrund im Nebel sehen wir die Isaakskathedrale mit ihrer gigantischen Goldkuppel.
Kräftige Füße eines der Altanten. 10 Figuren „halten“ das Dach der „Kleinen Eremitage“ (der Eremitagekomplex ist in fünf historischen Palästen untergebracht: Kleine Eremitage, Große Eremitage, Neue Eremitage, Eremitage-Theater und Winterpalast, die einstige Zarenresidenz).
Einer der kräftigen Männer aus der Antike.
Suworow-Platz vor der Troitzkij-Brücke: Denkmal dem Fürst Alexander Suworow, wo der legendäre Feldmarschall des 18. Jahrhunderts (Sieger über die Türken, Polen und Franzosen) als römischer Kriegsgott Mars dargestellt ist. Im Hintergrund ist die Peter-und-Paul-Festung. Serviert mit Kabel-Salat :-).
Wir gehen weiter das Marsfeld entlang und sehen das kleine Michaelschloss (Ingenieur-Schloss), wo der junge Zar Paul I im Auftrag von seiner Frau Katharina II. ermordet wurde. Seit 1817 nahm das Schloss die Technikschule auf.
Nun sind wir im Herzen der Stadt: an der Peter-und-Paul-Festung auf der Haseninsel.

Neben der Johannbrücke, die zur Insel führt, wurde zum 300. Geburtstag der Stadt im Mai 2003 eine 58-cm hohe Hasenfigur im Wasser aufgestellt.

Nach einer Legende war die Wut des Zaren Peter I. bei den Bauarbeiten vorbei, als auf seinen Stiefeln plötzlich ein niedlicher Hase aus einem Busch gesprungen ist.
Die Kathedrale der Festung wurde als erstes Steingebäude der Stadt im 1703 angelegt. Somit sind das genaue Geburtsdatum und der genaue Geburtsort St. Petersburgs bekannt. Die Barockkathedrale ist 122 m hoch und beherbergt die Gruft der Romanow-Zaren.
Mein Lieblingsbild von ca. 300 Bildern aus diesem Urlaub. Am Horizont sind der Winterpalast, die Spitze von der Admiralität, die Leuchtturmsäule und die Kuppel der Isaakskathedrale. Im Vordergrund steht ein schickes auf alt gemachtes Schiff mit einem Fitnessstudio drinnen.
„Fliegender Löwe“. Rechts zwei Leuchttürme der Vassiljewski Insel, die Isaakskathedrale und das klassizistische Gebäude der ehemaligen Börse.
Ein schickes Fitnessstudio hat hier vor der Haseninsel früher definitiv gefehlt.
Zum 300. Geburtstag der Stadt wurden viele Gebäude renoviert. So sieht der Barockpalast der Fürsten Belosselskij-Beloserskij (Architekt Stakenschneider) aus, der an der Kreuzung des Newski Prospekts und der Fontanka steht. Seit Anfang der 90er, seitdem das schöne Gebäude nicht mehr der kommunistischen Partei gehört, finden hier oft symphonische Konzerte statt.
Jedes Mal, wo wir in St. Petersburg sind, bummeln wir als erstes am Newski Prospekt, kaufen Postkarten, gehen dann ins Kaufhaus-Café, setzten uns nach oben, trinken etwas Erfrischendes und schreiben Karten an unsere deutschen Freunde.

Von oben sieht alles etwas interessanter aus. Hier auf der Ecke Newski Prospekt – Sadowaja Str. steht der Woronzow-Palast (Arch. Rastrelli, gebaut für den Zarenminister Woronzow). Heute ist hier die Suworow-Militär-Akademie und daher kein Zutritt für die Öffentlichkeit möglich.

Der Glockenturm der Wladimir-Kirche gespiegelt im Fenster eines Optikladens.
Die Stadt ist recht groß, mehr dazu ist hier oder direkt in St. Petersburg :-) zu sehen.

Wir verlassen mal kurz St. Petersburg und fahren in nordwestlicher Richtung ca. 3 Stunden (130 km), um uns die schöne mittelalterliche Stadt Vyborg in der Nähe von der finnischen Grenze anzuschauen.

Seit 1403 ist Vyborg als Stadt bekannt. Bis 1710 gehörte Vybrog Schweden und war ein wichtiger Handelspunkt Skandinaviens. Hier auf dem Foto ist das Denkmal von dem Stadtbegründer - schwedischen Marschall Torgild Knutson. Das Städtchen mit seinen verwinkelten und „buckeligen“ Pflastersteinstraßen, alten Häusern aus Backstein und netten Cafés wirkt insgesamt sehr gemütlich.

 

Unser Ziel war erstmal die alte Burg – das Wahrzeichen der Stadt (gebaut im 1293) - zu besichtigen. Peter I hat diese Burg von den Schweden erobert. Heutzutage werden im Sommer in der Burg authentische Rittertourniere organisiert. Als wir da waren, hatten fast alle kleinen Museen und Ausstellungen der Burg wegen der Restaurierung zu.
Rund um die Burg sehen wir Abwehrgräben und –mauern.
Die zweite Sehenswürdigkeit Vyborgs ist der große Park Monrepos (franz.: meine Erholung). Hier das gotische Tor des Parks.
Der Park ist groß und tatsächlich erholsam. Überall gibt es riesige Steine, Kiefern und Wasser der Ostsee. Außerdem ist die Luft hier fantastisch und das Wasser aus einer Wasserquelle sehr sauber!
Eine der Insel soll „Mysteriöse Insel der Urahnen-Gräber“ heißen.
Ein „Potemkinscher“ Tempel.
Nun sind wir wieder auf dem Weg zurück zum Bahnhof.
Noch zwei kleine Sehenswürdigkeiten auf dem Asphalt des Ufers: zwie bescheidene Wikingerschiffe.
So sieht der Sonnenuntergang in Vyborg aus.

 

Im nächsten Album besuchen wir 3 kleine Nachbarorte von St. Petersburg - Puschkin, Pawlovwk und Strelna

© 2003—2008 Valentina Behn