Fotoalbum "Sommerurlaub 2005 (2/4): Deutschland, Belgien"

Hier, wie versprochen, besuchen wir den Kölner Zoo und die belgischen Ardennen (Durbuy, Remouchamps und Spa).

Am Eingang in den Zoo genießen zwei Dutzend der niedlichen Erdmännchen die künstliche Wärme und das Scheinwerferlicht.

Der kanadische Bär demonstriert seine lange Zunge.
Der Vogel im Blauen, der strahlt.
Der Vogel im Grünen, der sich schämt.
Das „im-wasser-sich-wohlfühlende“ Nilpferd stand zuerst ruhig im Wasserbecken. Dann kam dieses „Monster“ raus, hat sich mit dem Hintern in die Ecke und mit dem Gesicht zum Publikum gestellt und aus sich eine riesige gleichmäßig verteilte braune Fontaine rausgeworfen. Solche Techniken mit den schnellen Schwanzbewegungen nutzen Nilpferde als Schutz gegen Feinde.
Der sich ausruhende Pavian. So saß dieser alte weise Mann auf dem Felsen und schaute in die Weite, während Hunderte von den anderen Pavianen um den Felsen rum die Kreise gedreht und dabei sich auf die Schnelle gepaart haben.
Belgien. Ardennen. Städtchen Durbuy. Hier befindet sich der schöne Parc des Topiaires, dessen Exponate zu 95% aus Buchsbäumen bestehen, die in verschiedene Formen gestutzt sind.

Ca. vor 20 Jahren fing ein belgischer Künstler und Gärtner Albert Navez an, mit einigen Buchsbäumchen und mit der Gartenschere zu experimentieren. Durch dieses Hobby entstanden 39 große und eine ganze Menge kleiner beeindruckender Figuren, die im Garten in Durbuy weiter „wachsen“.

Hier sehen wir die sich sonnende Pamela Andersen.

Kajak fahren im Fluss Ourthe ist eine der typischen Beschäftigungen in Durbuy. Außerdem machen immer mehr Motorradfahrer die Straßen unruhig. Sie fahren in Kolonnen durch die Gegend, dann stellen sie ihre Bikes stolz auf dem Marktplatz ab, setzen sich daneben wie der Rest des Publikums in die Straßencafes und trinken leckeres Kriek.

Dieser 4m große Elefant ist mittlerweile 80 Jahre alt.

Die Kunst des Formstutzens ist zwar seit der Römerzeit bekannt, kam aber erst in der Renaissance (17. Jh.) in England, Frankreich, Italien und Niederlanden in Mode. Am Anfang, wie der Gartenbesitzer sagt, braucht man für die Basisstruktur ein wenig Eisendraht und Bambusröhrchen. Danach werden die Drähte entfernt, damit die Figur auf eigenen Beinen (Ästen) steht.

Wir fahren durch die Ardennen weiter. Die Straßen dieser Gegend sind eng, aber relativ leer. Auf den unübersichtlichen Serpentinenstrecken musste unser Busfahrer laut hupen, um das Warnsignal den Entgegenfahrenden zu geben. Die Häuser sind alle schmucklos und in einer Farbe von braungrauem Naturstein.

Wir erreichen das Städtchen Remouchamp.

Die Felsen am Stadtrand sind nicht nur für Geologen sehr interessant. Unser Weg liegt in Richtung Stadtmitte, wo sich der Eingang in die riesige Höhle mit dem unterirdischen Fluss befindet.
Nun sind wir in den Grotten von Remouchamps. Ein Teil des Flusses (750 m) darf mit den Booten befahren werden. Das ist der längste in Europa fürs Publikum geöffnete unterirdische Fluss. Die Besichtigung der Höhle und die Fahrt waren der beste Programmpunkt unserer Reise nach Belgien.

Wir saßen in einem Boot mit den emotionalen holländischen Herrschaften, die vor jeder Kurve oder jedem niedrigen Bogen laut „Bücke“ geschrieen haben. Damit ich diesen Befehl wirklich als „beugen“ interpretiere, hat mich ein sorgenvoller Opa ganz stark auf die Schulter geschlagen, als ich beim Fotografieren zur Seite geschaut habe. Danke, Herr Nachbar!

Das Boot mit 40 Menschen wurde von einem vorne sitzenden Studenten mit Hilfe seiner beiden Hände und eines Holzstocks gesteuert.

Und noch ein kleines belgische Städtchen haben wir auf dem Rückweg besichtigt, dessen Namen ein Modepräfix in der Wellnessbranche geworden ist: Spa.

Neben den berühmten Thermen befindet sich in diesem Kurort eine der Rennstrecken von der Formel 1.

Auf dem Foto ist der romanische Dom von Spa abgebildet.

Zentraler Platz von Spa. Bis vor kurzem stand in der Mitte der grünen Anlage auf Augenhöhe ein goldenes Ferrari-Pferdchen unter der Glaskuppel auf einem kleinen Steinpodest. Zuerst war die Kuppel mit dem Pferd verschwunden und danach war auch das Podest weg.

Eins der bescheidenen Häuser im Jugendstil.

Das war’s über Deutschland und Belgien. Die nächsten zwei Alben erzählen über Paris!

© 2003—2008 Valentina Behn