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Mit der Fähre kommt man schnell
auf die andere Seite des Tejos. Ein kurzer Blick auf die Lissabonner
Seite: rechts ist ein Teil des Platzes Commercio mit den weißen
und gelben Ministeriengebäuden zu sehen. Links und weiter am
Horizont steht auf dem höchsten Hügel das St.George Kastell. |
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Nun schauen wir von der Fähre
nach vorne rechts. Die Brücke „Ponto 25 de Abril“
gleicht der in San Francisco. Seit 1966 hieß die Brücke
„Ponto de Salazar“, bis sie 1974 nach dem Ende der Diktatur
in Erinnerung an den Tag der s.g. Nelkenrevolution in „Ponte
25 de Abril“ umbenannt wurde. |
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Ein kaum übersehbares Wahrzeichen
der Stadt – das gewaltige „Monumento Cristo Rei“
am linken Tejo-Ufer. Dieses werden wir bald näher sehen. |
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Die Brücke wurde 1966 nach einem
amerikanischen Projekt gebaut. Unterhalb der Fahrspuren wurde eine
doppelte Gleisanlage 1999 zu Ende gebaut. Die beiden Brückenpfeiler
haben eine Höhe von 190 m, die gesamte Länge beträgt
2,3 km. Kurz hinter der Brücke mündet der Tejo in den Atlantik. |
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Einige von uns wollten unbedingt in
Richtung Monumento Cristo Rei zu Fuß laufen. Am Anfang war die
Strecke trotz zunehmender Steigung recht unkompliziert. Jeder Blick
nach hinten auf die andere Seite des Tejos ließ einen die weißrosa
Stadt Lissabon von fernen genießen. |
Das
Ufer wurde immer einsamer. Die weiten Aussichten nach hinten und
nach vorne waren wesentlich angenehmer, als die unmittelbare Umbebung.
Aus den ehemaligen Lagerhallen sind jetzt zum Großteil nur
leere Ruine geworden.
Auf einmal standen wir in der Sackgasse – der Weg am Wasser
war durch ein riesiges altes Gebäude unterbrochen. Ein paar
einheimische Fischer, die zufällig da waren, haben uns durch
ihre Gesten in die Halle geschickt – da gäbe es einen
Durchgang – so haben wir verstanden. Die riesige Halle mit
Steinen und zersplittertem Glas auf dem Boden, mit vielen Nebenräumen
und einer Küche, wo sogar noch Reste von Geschirr durcheinander
lagen, konnte als perfekte Kulisse eines Horrorfilms dienen. Bis
wir den Ausgang nach mindestens vier Versuchen gefunden haben, ist
mein Adrenalinpegel „etwas“ gestiegen. Ich war nur froh,
dass es am Tag war und wir zu viert waren.
Noch seltsamer war die Episode mit zwei Männern in Lederjacken,
die anscheinend hinter einem Zaun einfach nur üben wollten…
zu schießen. Ganz schnell war mein neugieriges Gesicht weg
aus der potenziellen Schusslinie, als ich kurz die typische Pose
eines etwas nach oben zielenden Menschen hinter dem Zaun gesehen
habe.
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Unser Ziel war endlich nur die paar
letzten Meter von uns entfernt! Beruhigt haben uns auch Gedanken,
dass wir nicht denselben Weg zurück laufen müssen –
zur Fährestation fuhren auch Busse. Man hoffte nur, dass die
Busse tatsächlich fuhren. |
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Nun sind wir auf dem 82 m hohen Betonsockel
– an den Füßen der Christusstatue. Die 28 m hohe
Statue wurde 1959 eingeweiht. Nachdem der Kardinal-Patriarch von Lissabon
1934 Rio de Janeiro besuchte, trug er sich mit dem Gedanken, ein entsprechendes
Monument in Portugal errichten zu lassen. Die Bischöfe Portugals
legten das Gelübde ab, den Bau einer Statue in Auftrag zu geben,
wenn Portugal nicht in den zweiten Weltkrieg einbezogen würde. |
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Eine Aussicht von der Plattform unterhalb
der Statue. Der lange und etwas anstrengende Weg von der Fährestation
des Ortes Cacilhas, die man links erkennen kann, hat sich definitiv
gelohnt! |
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Im zentral gelegten Park „Jardim
da Estrela“ (noch eine Idylle mitten in der Stadt) wachsen neben
üppigen Büschen und alten tropischen Bäumen solche
Exoten. Ist es die berühmte Komponente vieler Kosmetikmittel
- Aloe Vera? |
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Der Park Jardim da Estrela liegt
gegenüber der s.g. „Sternbasilika“ (Basilica da
Estrela). Den Bau des Gotteshauses veranlasste die Königin
Maria I. Sie hatte das Gelübde abgelegt, für den Fall
der Geburt eines Sohnes eine Kirche bauen zu lassen. Ihr Sohn Jose
wurde geboren, starb aber zwei Jahre vor der Fertigstellung des
Bauwerkes.
Die Barockkirche mit klassizistischen Elementen wurde in der zweiten
Hälfte des 18. Jh. gebaut. |
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Jede „Parklücke“,
auch wenn es eine Treppe ist, wird in Lissabon genutzt. Nicht immer
ist es vorteilhaft, ein kleines Auto in der Stadt zu fahren. |
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Die ziemlich entspannte Wache des Präsidentenpalastes. |
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Die Fassade des Präsidentenpalastes. |
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Die ehemalige Stierkampfarena wird
momentan renoviert und demnächst hauptsächlich für
Musikveranstaltungen genutzt. |
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Dieses sympathische Haus gegenüber
der Arena habe ich mir schon auf dem Weg vom Flughafen in die Stadt
aus dem Busfenster gemerkt. Der Flughafen ist nur 12 km vom Zentrum
entfernt. |
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Mit einem Auge durften wir ins Innere
des Stadions Jose Alvalade schauen. Allein in Lissabon (600.000
Einwohner) gibt es zwei Fußballclubs und mindestens vier Stadien.
In diesem Stadion befindet sich ein großes Vergnügenscenter
mit Bowlingbahnen, Kinos, Restaurants, Geschäften.
Die niedrigen Kinopreise sowie die Übertragung der ausländischen
Filme in Originalsprache mit Untertitel haben wir mit Vergnügen
genutzt, um den aktuellen Oscarpreisträger „Million Dollar
Baby“ zu schauen!
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Eine der schönsten Metrostationen
„Parque“. Da sind wir morgens ein- und abends ausgestiegen
und durch die strenge Parkanlage vom Hotel aus oder zum Hotel hin
gelaufen. |
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Der Park Eduardo VII. wurde am Anfang
des 20. Jh. angelegt, nach dem der englische König Edward VII.
1903 Lissabon besuchte. Hier ist ein Ausschnitt der äußeren
Wand eines Pavillons im Park. |
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Und nun sind wir 30 km nordwestlich
von Lissabon. Der Tagesausflug mit dem gemieteten Auto hat mit der
Besichtigung des Städtchens Sintra begonnen. Aufgrund seines
milden und angenehmen Mikroklimas war Sintra immer schon bevorzugtes
Reiseziel und beliebter Aufenthaltsort der Portugiesen.
Im orientalischen Bau vor unseren Augen befindet sich eine der
vielen Wasserquellen.
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Anstelle des Palacio National de Sintra
(der königlichen Sommerresidenz) existierte bereits im 10. Jh.
ein maurisches Bauwerk. Während der Regierungszeit von Manuel
I (Ende 15. - Anfang 16. Jh.) wurde die Residenz erweitert und verändert,
im 18. Jh. im Auftrag von Maria II wurde der Palast vollständig
restauriert. Entsprechend seiner Baugeschichte vereinigt der Komplex
aus verschiedenen verschachtelten Einzelteilen in sich Elemente maurischer,
gotischer und manuelinischer Baukunst sowie Stilmerkmale aus der Renaissance.
Den Palast haben wir leider nicht besichtigt, weil für diesen
Tag noch ein langes Programm auf unserer Liste stand – die Atlantikküste. |
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Auf dem Weg zur Küste konnten
wir das „zwei Bädeker-Stern“ Bauwerk auf einem steilen
Felsgipfel nicht verpassen. Hier vor uns die letzte königliche
Sommerresidenz –Palaccio Nacional da Pena. |
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Das stilgemischte „Märchenschloss“
mit vielen Labyrinthen, Türmchen und Höfchen ist relativ
neu und im perfekten Zustand (wurde 1840-50 gebaut). Die Königsfamilie
lebte da bis Anfang des 20. Jh.
Das Schlossinnere gleicht meiner Meinung nach zum Großteil
einem etwas kitschigen Antiquitätenladen – in der Mehrzahl
sind in den Räumen große und kleine Möbelstücke,
Badewannen u.a. zu sehen. Im Hintergrund lief klassische Klaviermusik,
aus den geöffneten Fenstern hörte man Wasserrauschen der
Hoffontäne und in der Luft lagen irgendwelche Wasserpfeifenaromas…
Interessante Atmosphäre!
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Ein Blick aus dem Schlosshof auf die
alte Ritterburg und auf die Umgebung von Sintra. |