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Den zum Glück einzigen regnerischen
Tag unserer Reise haben wir zum Großteil im ehemaligen Expo-Gelände
verbracht. Das Gelände wird mit dem Bahnhof Oriente durch das
beliebte riesige Einkaufszentrum Vasco da Gama verbunden. |
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Mit der Seilbahn am Tejo-Ufer entlang
wird man von einem Ende des Geländes zum anderen transportiert.
Die 17 km lange Vasco da Gama Brücke wurde als Entlastung für
die Brücke "Ponte 25 de Abril" (die Jahrzehntenlang
als einzige Verbindung von Lissabon und südlichen Orten war)
mit EU-Geldern zur Eröffnung der Expo-98 gebaut. |
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Nun zum Highlight des Expo-Geländes:
2,5 Stunden hatten uns gerade gereicht, um das riesige Ozeanario
zu besichtigen. Man durfte da selbstverständlich keinen Blitz
benutzen, aus diesem Grunde sind hier nur ein paar und längst
nicht so gelungene Fotos zu sehen.
Hier der gemütlich schwebende Manta.
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Das Riesenaquarium besteht aus einem
Zentralbecken, um das vier kleinere gruppiert sind. Außerdem
sind überall kleine Nischen mit Exemplaren, die nicht zu den
aus dem Zentralbecken passen, angelegt.
Die Haie im Zentralbecken werden ein Mal täglich zu einer
bestimmten Zeit gefüttert.
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Tunfische, Rochen, Sardinienformationen
und andere (insgesamt 15000 Fische, Vögel und Säugetiere
aus allen Ozeanen der Erde) tummeln sich im Ozeanarium.
Dieses als Leopard getarnte Exemplar ließ sich gerne fotografieren,
allerdings könnte sein Blick ein bisschen freundlicher sein.
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Dieser Monsterfisch hat mich völlig
erschrocken, als er in 5 cm Abstand vor meinem Gesicht plötzlich
erschien. Und dann ist er noch stehen geblieben und hat posiert. So
ist dieses Hässlichkeitsportrait entstanden. |
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Das nächste grün-braune Exemplar
sah im ersten Blick wie ein Stein aus, dann öffnete es seine
Augen und den Mund, um seine Lebendigkeit zu bestätigen. |
Um den Mangel an Bildern vom Ozeanarium zu kompensieren, erwähne
ich eine lustige Episode im Seeotter-Abteil. Zwei süße
Seeotter hatten neulich ein Baby bekommen, deshalb hat man das
Publikum schon vor dem Eingang höflich gebeten, alle Handys
auszuschalten, in keinem Fall zu fotografieren und vor allem nicht
zu reden! Wir sollten einfach schnell am kleinen Seeotterteich
vorbei laufen. Das niedliche Familienkuscheln, wo eins der Eltern
auf dem Rücken an der Wasseroberfläche lag und auf seinem
Bauch das süße Baby ableckte, konnten wir wegen des
Andrangs nicht sehr schnell wieder verlassen. So standen wir flüsternd
da und plötzlich hat hinter unserem Rücken eine schwarzweiße
Möwe einen extrem hohen Ton von sich gegeben. Gleich war
das ganze Möwenorchester dabei, ein lautes, erschreckendes
und unerträgliches Konzert minutenlang zu spielen. Und das
Publikum wurde gebeten, nicht zu reden?!...
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Nun sind wir im nordwestlichen Stadtgebiet,
am alten Aquädukt. Über eine Länge von fast 1 km
wurde hier frisches Wasser über das Tal hinweg ein paar Jahrhunderte
lang (bis 1880) in die Stadt geleitet. Diese sichtbare Überspannung
ist nur ein kleiner Teil der 18 km langen Hauptleitung. Die gesamte
Länge des Aquädukts beträgt 58 km. Der Höhenunterschied
ist ca. 80 m.
Eine Zeitlang diente das Aquädukt den Bewohnern der Vororte
als Abkürzung über das Tal, jedoch die zunehmende Zahl
von Selbstmorden führte dazu, dass der Weg geschlossen wurde.
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Die bemerkenswerte Geometrie. |
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Nun
sind wir auf dem interessanten „Friedhof der Vergnügen“
(Cemitério dos Prazeres). Der Name leitet sich allerdings von
einem ehemaligen Gut an dieser Stelle (vor 1833) ab. Die akkurate
Anlage gleicht einer kleinen Stadt: an systematisch angeordneten Straßen
liegen links und rechts hausähnliche Gräber mit Türen,
Fenstern und Gardinen. Innen zwischen den Nischen mit Särgen,
die man von Außen sehen kann, stehen sogar Tische und Sessel,
um eine „wohnliche“ Atmosphäre zu vermitteln. |
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Sehenswert sind einige architektonisch
interessante Grabmäler, wie diese Burg. |
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Im Hof des ehemaligen Augustinerklosters
„Sao Vicente de Fora“. Der Heiliger Vinzenz (Sao Vicente)
gilt eigentlich als spanischer Heiliger, daneben aber auch als portugiesischer.
In Portugal ist der Schutzheilige für die Seefahrt und für
den Weinbau zuständig, und die Lissabonner haben seine Geschichte
in ihrem Stadtwappen festgehalten. |
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Das Kloster im Renaissancestil wurde anstelle
einer Kirche im 16. Jh. gebaut. Der italienische Architekt Filippo
Terzi richtete sich nach dem Grundriss der „Il Gesu“
in Rom. |
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Das riesige Klosterdach dient als ein
guter Aussichtspunkt. Das nationale Pantheon ist von hier besonders
gut zu sehen. |
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Und wieder eine idyllische Stelle im
Zentrum von Lissabon – die schattige Terrasse des Klosters Sao
Vicente de Fora mit einem wunderbaren Blick auf den Pantheon-Hügel
und auf den seeartigen Tejo. |