Dublin |
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In Dublin, wo das Wetter in der Regel
keine „Highlights“ ins Leben bringt, nimmt ein Mensch
einen Pinsel und etwas Farbe, geht aus seinem Haus und macht aus seiner
Eingangstür ein hervorragendes Objekt. Auch wenn manche Häuser
nicht sehr repräsentativ aussehen, haben sie meistens eine markante
„Visitenkarte“ – eine schöne glänzende
und mit allem kontrastierende Haustür. |
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Manchmal reicht die Farbe nicht nur
für die Tür. :) |
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Die wirbelnde Fußgängerzone
Temple Bar (früher ein armes Künstlerviertel) gleicht abends
einem feiernden Ameisenhaufen: alle Restaurants sind voll, in den
Pubs spielt Live-Musik, die auch von den Straßen zu hören
ist, kleine Raucher-Klicken plaudern draußen (in den Pubs herrscht
in Irland ein herrliches Rauchverbot). Ganz unterschiedliche Parties,
ganz abwechslungsreiche Kleidung – von Miniröcken und Netzstrümpfen
bis hin zu tollen modischen Hemden und schicken Anzügen. Und
frühmorgens (um 10 Uhr :)) putzen die fleißigen Kneipenbesitzer
ihre Eingangstüren und Fensterrahmen von außen, machen
Witze miteinander und begrüßen Touristen. Und die Touristen,
die durch Temple Bar spazieren gehen, stehen plötzlich vor der
Wand der Berühmten Menschen (Wall of Fame). |
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In einem Pub wurde die Eingangstür
sogar ausgehängt. |
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In einigen Blumenkästen wächst
Salat oder Kohl (oder einem von beiden sehr ähnliche Pflanze).
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Geht man aus der Fußgängerzone
raus, wird man erst einmal von den Ampelanlagen erschrocken. Bei Grün
ist ein lautes kurzes Pfeifgeräusch zu hören, das mit dem
Geräusch von Beamen aus Sience Fiction Filmen vergleichbar ist.
Instinktiv dreht sich der Kopf zu Seiten, suchend nach aus den Strahlen
langsam erscheinenden Teleportierte. :)
In den Straßen ist der anglikanisch-viktorianisch-georgianischer
Einfluß nicht zu übersehen. |
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Diese schöne geschlossene Brücke
verbindet die Christ Church mit dem Museum für Mittelalterkunst
(Dublinia). |
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Ein Heiligtum für jeden richtigen
Dubliner und Ire ist natürlich die St. Patrick’s Cathedral.
Bei der Besichtigung haben wir zufällig einen musikalisch und
akustisch vor allem durch das Orgelspiel wunderschönen Gottesdienst
mitbekommen. In der Swift-Ecke werden diverse Schriften vom Autor
von Gullivers Reisen aufbewahrt. Jonathan Swift war über 30 Jahre
lang Dekan der Kathedrale. Seine Totenmaske befindet sich in einem
Bücherschrank neben seinem Grab in der Swift-Ecke. In einer anderen
Ecke der Kathedrale hängen Gedenktafeln mit Ländernamen
(z.B. Birma, was mir neu war), wo Irland Kriege geführt hat.
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Inmitten der Altstadt, wo im 10. Jh.
eine Festung war, befindet sich ein Schloss namens Dublin Castle.
Normannen haben die Festung im 12. Jh. erobert und ausgebaut. Der
massive Turm aus Naturstein (Norman Tower) ist bis heute erhalten
geblieben - rechts auf dem Foto ist ein Teil davon zu sehen. Die restlichen
Gebäudeteile mit gotischen Elementen entstanden in 18.-19. Jh.
und dienten als Sitz der britischen Verwaltung. |
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Am Rande des riesigen Areals des Trinity
College stehen nette „very british“ Häuser, deren
Vorgärten und Höfe als Tennisplätze angelegt sind. |
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Ein kleiner Park neben dem Platz des
Merrion Square – Erzbischof Ryan’s Park – ist wie
für eine Gartenausstellung angelegt. Am Parkrand sitzt auf einem
Felsen eine angemalte Bronzestatue von Oscar Wilde. Mit einer in der
Nähe stehenden Statue von einer jungen Frau bildet diese arrogant-dekadentwirkende
Figur eine interessante Komposition. :) |
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Der Dubliner Fluss Liffey ist wegen
des im Sommer niedrigen Wasserpegels nicht für einen dichten
Schiffsverkehr geeignet. Umso ruhiger und netter sind die Spaziergänge
entlang des Ufers. Das moderne pyramidenförmige Gebäude
im Hintergrund gehört einer Bank. |
Howth |
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Nordöstlich von Dublin liegt
ein mit der Metro erreichbares malerisches Nachbarstädtchen
auf einer Halbinsel Howth.
Früher ein kleines Fischerdorf, öffnet sich Howth mit
einem idyllischen traditionellen Hafen. Am Ende der langen Mole
steht selbstverständlich ein weißroter Leuchtturm. Seemöwen,
zahlreiche Fischerboote und Yachten aller Farben und Größen
sowie nette kleine Restaurants an dem Ufer füllen das typische
nach Abenteuer rufende Hafenbild perfekt. |
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Was das Wasserbecken von Howth einzigartig
macht, sind die frei lebenden Seehunde (oder Robben?), die ab und
zu ihre niedlichen glänzenden Köpfe aus dem Wasser heben,
um eine Köstlichkeit zu schnappen. Die Freude beim Anschauen
solcher Tiere im Freien ist für mich vergleichbar mit der Freude
beim Treffen von einem Wal. |
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Nahe der Küste von Howth befindet
sich eine kleine Insel namens Ireland's Eye. |
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Um die Halbinsel Howth gibt es einige
wunderschöne Wanderstrecken mit Blick aufs Meer. Am Anfang trifft
man die „Zivilisationszeichen“ wie diesen Gärtner,
der auf seinem schrägen Grundstück eine geniale Methode
zum Rasenmähen ausübt: das Rasenmäher „hängt“
an einem Seil, der manuell vom Gärtner bewegt wird. |
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Der Pfad führt langsam nach oben,
von wo man die Ireland's Eye (heute ein Vogelschutzgebiet) besser
sieht. Je höher man steigt, desto niedriger und gelber werden
die Pflanzen. |
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Und wieder ein Zeichen der Zivilisation
– eine „kinoromantische“ Kulisse, die ich nicht
verpassen konnte. :) |
| An dem Felsenplateau,
wo wir angekommen sind, fangen mindestens drei Wanderrouten verschiedenen
Grades an. Diese testen wir nächstes Mal, wenn wir passende Schuhe
haben und nicht in drei Stunden im Flughafen sein müssen. :) |